What a wonderful world
Vacation job - die Zweite

Hab mir gedacht, ich mach einen zweiten Artikel für Woche 2 auf, sonst macht ihr mir noch schlapp und lest den ganzen Text nicht bis zum Schluss :P.

Also, schon gespannt wie's weiterging? Hier ist:

Woche 2

Schüler: eine lernwillige Neue, ein ruhiger Fleißiger, ein gesprächiger Faulenzer, ein scherzender Teamplayer, ein lauter Älterer

Ich begann die Woche guten Willens. Diesmal sollte ich ganz alleine die Stunden gestalten. Die lernwillige Neue und der ruhige Fleißige waren nur zu diesem Englischferienkurs da, also kümmerte ich mich zuerst um diese, und bald schon füllten sie ein Aufgabenblatt nach dem anderen aus. Das sahen der scherzende Teamplayer und der gesprächige Faulenzer anders. Als alteingesessene bei der Nachhilfeschule meinten sie, das ganze lockerer angehen zu können. Das hieß im Klartext, auf ein Blatt von ihnen kamen 3 auf die anderen zwei zu, Gekritzele inklusive. Der gesprächige Faulenzer stand gerne mal auf, um sich ein Glas Wasser zu holen oder längere Zeiträume lang zu verschwinden. Letzlich beschloss ich, dass es deren eigene Sache war.

Der laute Ältere kam nur die letzten zwei Tage dazu, da er vorher einen andere Kurs besucht hatte. Es war eine ganz komische Erfahrung, dass ein geschätzt 17er-jähriger auf mich 19-jährige hörte. Oder zumindest so tat, wenn ich ihm die Aufgaben korrigierte. Ich als Respektperson? Witzig. Allgemein gewöhnungsbedürftig für mich, seh ich mich selber doch noch als zurückhaltende Jugendliche. Er aber stand schon im Kontrast zu den sonst 11 bis 15-jährigen. Aber er war eigentlich ganz nett, bis auf die Tatsache, dass er mit den anderen zwei Jungs eine offene Gesprächsrunde eröffnete. Süß war zu beobachten, dass der ruhige Fleißige bald gebannt darauf schaute und ihm anzusehen war, dass er gerne dazugehören würde. Die Gesprächsrunde ging mir dann zu weit, als einer auf die geniale Idee kam, die Übersetzung für die Marke "Duff" vom Simpsons-Bier zu googeln.

Die Nachhilfeschule hatte die tolle Idee, dem Fleißigsten am Ende der Woche einen Eisgutschein zu übergeben - denjenigen sollte ich bestimmen. Wie das angehen? Wie begründen, da Schüler bekanntlich gerne diskutieren? Ich entschied mich für eine einfache Variante, die allen Spaß machte: am Ende jeder Stunde gabs ein englisches Rätsel, wer am meisten gewinnt, der bekommt den Gutschein. Dadurch wurde das Klima in der Gruppe schnell angenehm. Der ruhige Fleißige wollte merklich unbedingt gewinnen, der scherzende Teamplayer machte aber den Vorschlag, den Gutschein am Ende zu teilen - was allgemeine Zustimmung einbrachte.

Ich lies sie auch sonst, wie dort üblich, am Ende jeder Stunde ein Spiel spielen. Sehr süß fand ich, dass ich beim Personenraten (auf Englisch, versteht sich ^^° ) auf ihren Wunsch hin mitspielen sollte.

Kopfschüttelnd und doch grinsend schaute ich Ihnen zu, als sie in der letzten Stunde nach entsprechendem Quägeln 10 Minuten vor Schluss lärmend davonzogen, um den Gutschein gemeinsam einzulösen...

15.8.10 16:53
 


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